Microblading-Pigment
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Professionelles Microblading-Pigment: Was die Zusammensetzung wirklich ausmacht
Ein Microblading-Pigment ist keine verdünnte Tätowierfarbe. Die Pigmentpartikel sind feiner, die chemische Zusammensetzung ist anders, und die Haltbarkeit in der oberflächlichen Dermis unterliegt Mechanismen, die für die semipermanente Anwendung spezifisch sind. Wählt man ein Pigment willkürlich aus, riskiert man einen Farbverfall nach drei Monaten, eine enttäuschende Haltbarkeit nach sechs Monaten oder eine Hautreaktion, die der Kunde nicht so schnell vergessen wird. Wenn man sich vor dem Kauf über die Zusammensetzung informiert, lassen sich diese Fehler vermeiden.
Organische, anorganische und hybride Pigmente: die tatsächlichen Unterschiede im Verhalten
Die organischen Pigmente beziehen ihre Farbe aus synthetischen Kohlenstoffmolekülen. Ihre Farbpalette ist breiter und ihre Leuchtkraft unmittelbar nach der Behandlung ist deutlich erkennbar. Allerdings sind sie anfälliger für Lichtabbau und neigen dazu, sich im Laufe der Monate in Richtung warmer Farbtöne (orange, rosa) zu verändern. Bei heller bis mittlerer Haut (Fitzpatrick I bis III) ist diese Verfärbung oft nach 12–18 Monaten sichtbar.
Die anorganischen Pigmente basieren auf Eisenoxiden, Titandioxid und Mineralsalzen. Ihre Langzeitstabilität ist deutlich höher. Der bei der Behandlung aufgetragene Farbton bleibt auch nach 18 Monaten noch weitgehend unverändert. Im Gegenzug ist das Farbspektrum jedoch eingeschränkter und die Farbtöne sind beim Auftragen weniger gesättigt. Bei dunkler Haut (Fitzpatrick IV bis VI) halten sie besser, ohne in unerwünschte Farbtöne abzugleiten.
Die Hybridpigmente vereinen beide Ansätze: Lebendigkeit beim Auftragen und Langzeitstabilität. Sie machen heute den Großteil der für das Microblading empfohlenen professionellen Formulierungen aus, insbesondere weil ihr Verhalten bei einer Vielzahl von Hauttypen besser vorhersehbar ist.
Den Farbton nach der Untone-Regel abstimmen
Die Grundregel, die jeder Brow Artist schnell verinnerlicht: Der gewählte Pigmentfarbton muss ausgleichen, nicht verstärken. Eine Haut mit rosa Untertönen verträgt kein warmes Pigment – das Ergebnis wird während der Heilung violett erscheinen. Eine Haut mit gelben Untertönen wird ein zu kaltes Pigment nach drei Monaten in Richtung Grau verschieben. Die Unterton-Diagnose mit dem Augenbrauen-Mapping-Raster vor der Behandlung ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Farbe originalgetreu bleibt.
Auf sehr heller Haut (Fitzpatrick I–II) halten hellbraune Pigmente mit leicht aschigem Unterton besser als reine Blondtöne, die oft ins Rötliche abwandern. Auf mittlerer bis dunkler Haut (IV bis VI) sorgen Graphit- oder Dunkelbrauntöne mit überwiegend anorganischer Basis für eine gleichmäßigere Farbbeständigkeit und begrenzen störende Randeffekte.
Brow Daddy und Biotek: zwei unterschiedliche Formulierungsansätze
Brow Daddy ist eine Pigmentlinie, die speziell für Augenbrauen-Artisten entwickelt wurde, die mit Microblading und Shading arbeiten. Das Sortiment deckt ein Spektrum von Ascheblond bis Graphitschwarz ab, wobei die Farbtöne so konzipiert sind, dass sie auch auf verheilter Haut gut erkennbar bleiben. Das Verhältnis von Pigment zu Bindemittel ist auf die Anwendung mit einem Handstift abgestimmt, bei der die Konsistenz des Pigments direkt die Gleichmäßigkeit des Strichs bestimmt.
Biotek, ein in Turin gegründetes italienisches Unternehmen, das seit den 1990er Jahren im Bereich der ästhetischen Dermopigmentierung tätig ist, bietet ein Sortiment an, das den europäischen Anforderungen an Pigmente für die Hautinjektion entspricht (EU-Verordnung 2020/2081 über Tätowierfarben, die schrittweise auf Permanent-Make-up ausgeweitet wird). Ihre „Brows“-Produktlinie basiert auf einer stabilisierten anorganischen Grundlage, was die lange Haltbarkeit und UV-Beständigkeit erklärt, die Fachleute, die diese Produkte seit mehreren Jahren verwenden, bei ihren Kundinnen bestätigen.
Was oft übersehen wird: die Partikelgröße
Die Partikelgröße des Pigments bestimmt dessen Einlagetiefe und seine potenzielle Migration in die Dermis. Zu grobe Partikel verbleiben an der Oberfläche und verschwinden innerhalb weniger Monate. Zu feine Partikel wandern seitlich ab und führen nach 12–18 Monaten zu unscharfen Konturen. Aktuelle professionelle Formulierungen zielen beim Microblading auf eine Partikelgröße zwischen 0,5 und 5 Mikrometern ab, da hier die Linienführung scharf bleiben muss. Dieser Parameter wird in Produktbeschreibungen für Endverbraucher selten angegeben, wird jedoch von seriösen Marken in ihren technischen Unterlagen dokumentiert.
Pflege nach der Behandlung und Haltbarkeit des Pigments
Die endgültige Farbe eines Microblading-Pigments zeigt sich erst am 30. Tag, nicht direkt nach der Behandlung. Während der Heilungsphase (Tag 3 bis Tag 21) verdunkelt sich der Farbton, es bildet sich eine Kruste, und anschließend hellt er sich im Durchschnitt um 30 bis 40 % auf. Wenn Sie die Kundin darüber informieren, vermeiden Sie panische Rückmeldungen am 7. Tag. Die Anwendung einer regenerierenden Pflege nach der Behandlung verlangsamt die Schuppenbildung und verbessert den Pigmenthalt bei den meisten Hauttypen. Eine Nachbehandlung nach 4–6 Wochen wird unabhängig von der Qualität des verwendeten Pigments weiterhin empfohlen: Sie korrigiert Bereiche mit ungleichmäßiger Pigmentierung und verfeinert den endgültigen Farbton.
Bei Kundinnen, die regelmäßig Augenbrauen-Peelings oder Retinoide im behandelten Bereich anwenden, verblasst das Pigment schneller. Dieser Punkt sollte vor der Behandlung im Beratungsgespräch angesprochen werden.
Häufig gestellte Fragen zum Microblading-Pigment
Was ist der Unterschied zwischen einem Microblading-Pigment und herkömmlicher Tätowierfarbe?
Ein Microblading-Pigment ist so formuliert, dass es in der oberflächlichen Dermis (0,1 bis 0,2 mm Tiefe) verbleibt und sich über einen Zeitraum von 1 bis 3 Jahren allmählich verblasst. Herkömmliche Tätowierfarben sind auf eine längere Haltbarkeit und eine tiefere Einlagerung ausgelegt. Die Verwendung von Tätowierfarbe beim Microblading führt zu unvorhersehbaren Farbveränderungen und einer für die Kundin unerwünschten Haltbarkeit.
Wie lässt sich die blau-graue Verfärbung eines dunkelbraunen Pigments vermeiden?
Diese Verfärbung ist charakteristisch für schlecht abgestimmte organische Pigmente auf fettiger oder heller Haut. Die Lösung besteht aus zwei Anpassungen: Wählen Sie für dunkle Farbtöne ein Hybrid- oder anorganisches Pigment und fügen Sie eine winzige Menge eines warmen Pigments (rotbraun oder warmbraun) hinzu, um den kalten Unterton zu neutralisieren. Marken wie Biotek dokumentieren diese Farbkorrekturen in ihren Mischanleitungen.
Muss das Microblading-Pigment vor der Anwendung verdünnt werden?
Manche Formulierungen werden mit einer Spülflüssigkeit verdünnt, um weichere Schattierungseffekte zu erzielen. Andere werden gebrauchsfertig geliefert. Eine willkürliche Verdünnung mit sterilem Wasser verändert das Verhältnis von Pigment zu Träger und kann die Haltbarkeit beeinträchtigen. Halten Sie sich stets an die Empfehlungen des Herstellers und testen Sie die erzielte Konsistenz an einem Testfleck, bevor Sie das Pigment während der Behandlung auftragen.
Welches Pigment sollte man für empfindliche oder allergieanfällige Haut wählen?
Anorganische Pigmente (Eisenoxide, Titan) weisen ein geringeres Allergiepotenzial auf als organische Pigmente auf Basis von Azofarbstoffen. Bei Kundinnen mit Reaktionsanamnese sollten Produktreihen bevorzugt werden, die der EU-Verordnung 2020/2081 entsprechen, die insbesondere Farbstoffe verbietet, die krebserregende aromatische Amine bilden können. Biotek weist diese Konformität in seinen technischen Unterlagen aus. Ein Epikutantest 48 Stunden vor der Behandlung bleibt die einzige Möglichkeit, ein individuelles Risiko auszuschließen.
Um Ihr Augenbrauen-Angebot zu vervollständigen, finden Sie bei uns auch eine Auswahl an Werkzeugen zum Augenbrauen-Mapping, Augenbrauen-Make-up und Henna für die Augenbrauen, um Ihr Angebot an semipermanenten Behandlungen zu bereichern.




